Stellungnahme der Liste Kittsee zur derzeitigen „Kanal-Diskussion“

Da immer wieder Falschmeldungen über die Situation bzgl. Abwasserbeseitigung die Runde machen und es noch keine offizielle Stellungnahme seitens der Gemeindeführung gibt, betrachten wir – als im Gemeinderat vertretene Organisation – es als Pflicht, die Bevölkerung über den tatsächlichen Stand bzw. den bisherigen Ablauf zu informieren.

Tatsache ist, dass es Verträge  mit dem Abwasserverband Bruck/Neusiedl (AVBN) zur Errichtung einer Kanalleitung von Kittsee nach Bruck/Leitha gibt. Zu dem Entschluss, dieses Vorhaben durchzuführen, kamen alle betroffenen  Gemeinden (Kittsee, Pama, Edelstal, Berg und Wolfsthal) aufgrund einer Studie, die diese Variante als günstiger aufwies. Bei den anderen Varianten handelte es sich um eine Kläranlage für alle fünf Gemeinden bzw. jeweils eine Anlage je Bundesland und die Aufrechterhaltung des bestehenden Vertrages mit der Bratislava Wassergesellschaft (BVS).

Da man bei der Lösung mit Bratislava von dem Preis ausging, der bei den Verhandlungen seitens der BVS verlangt wurde (EUR 0,93/m³) und es sich bei der Leitung nach Bruck um die günstigste Variante (EUR 0,67/m³ für Kittsee) handelte, beschlossen alle fünf Gemeinden dieses Vorhaben umzusetzen.

Bei den Errichtungskosten von ca. EUR 16 Mio. handelt es sich nicht, wie teilweise falsch vermutet, um die Kosten für Kittsee, sondern für das ganze Projekt. Kostenträger  bildet dabei die AVBN und die Gemeinden zahlen mittels ihrer jährlichen Gebühren die entstandenen Schulden an den Verband zurück, wobei auch die Gemeinde Kittsee Mitglied dieses Verbandes ist. Bei den zu zahlenden Abgaben handelt es sich, wie bereits oben erwähnt, um kalkulierte EUR 0,67/m³. Das würde eine jährliche Zahlung  (wenn man die derzeitige Menge an zu klärenden Abwässer berücksichtigt) von ca. EUR 470.000 für die Gemeinde Kittsee bedeuten.

Bei den noch zu führenden Verhandlungen mit der BVS handelt es sich um die Überbrückung des Zeitraums vom 30. Juni 2017 bis zur Fertigstellung der Leitung. Diese entstandene Übergangszeit ist einerseits auf eine zu lasche Verhandlungsführung der Gemeinden  zurückzuführen als auch auf einen sehr hinderlichen permanenten Wechsel der Verhandlungspartner seitens der BVS. Hätte es das verbindliche Angebot von ca. EUR 0,70/m³ seitens der BVS gegeben, wären wir selbstverständlich bei der bewährten Abwasserentsorgung in Bratislava geblieben.

Das derzeitige Verunsichern der Bürger trägt einem guten Verhandlungsklima nicht bei und erschwert einen positiven Vertragsabschluss der Gemeinde Kittsee mit der BVS für die Überbrückungszeit.

 Liste Kittsee

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